In unserem kleinen „Boden-ABC“ geben wir Ihnen einen Überblick über verschiedene Arten und Materialien von Fußböden für den Innen- und Außenbereich in Ihrem Zuhause, Büro oder Gewerberaum.

Wir zeigen Ihnen Vorteile und Nachteile des jeweiligen Bodens in vielerlei Hinsicht auf. Darüber hinaus stellen wir dar, auf welche Arten Massivholzdielen verlegt werden können und auf welchem Untergrund sich welche Verlegeart eignet.

Entscheiden Sie, was am besten zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt!

  • Massivholzdielen
  • Mehrschichtdiele oder Furnierböden
  • Parkett – ein edler Klassiker
  • Laminat
  • Vinylböden

Massivholzdielen – der ehrlichste aller Holzböden

Eine Massivholzdiele ist zweifelsohne eine massive Diele: Eine Diele aus einem Stück Holz, aus vollem Holz, am Stück. Gesägt wird die Massivholzdiele aus einem Baum, der über Jahrzehnte und oft sogar über Jahrhunderte gewachsen ist. Geformt wurde der Stamm und damit auch die Diele von der Natur, versehen mit wunderschönen natürlichen Wachstumsmerkmalen wie Ästen und Maserungen. Mit viel Know-how und handwerklichem Können wird das Holz zu einer wunderbaren Diele gefertigt.

Vorteile

Nachteile

  • fußwarmer Boden geeignet für alle Räume
  • als Thermoholz bestens in Bad und Feuchträumen geeignet
  • bestens auf Fußbodenheizung geeignet
  • haustierfreundlich und Pfoten-geeignet
  • perfekt für Allergiker geeignet
  • pflegeleicht
  • unempfindlich bei schweren Möbeln
  • höchste Lebensdauer und Nachhaltigkeit
  • Macken regenerieren sich bei geölten und geseiften Hartholzdielen oft wie von selbst, da sie beim nass Putzen wieder herausquellen oder gar mit einem feuchten Tuch und Bügeleisen herausgedämpft werden können.
  • Kann Abgeschliffen werden, wobei dies bei Hartholz kaum notwendig ist
  • leicht regenerierbar durch nach Ölen
  • Geseifte Oberflächen brauchen keine gesonderte Pflege.
  • enthält keinen Leim
  • bei Harthölzern kein Schiefern
  • bei schwimmender Verlegung mit CLING® SYSTEM Dicke von 16 – 20 mm ohne Fugenbildung
  • geringer Anspruch auf den Untergrund
  • schwimmend auf selbstklebender Trittschallunterlage 14 – 20 mm Dicke ohne Fugenbildung
  • auf Lattung verschraubbar (Fugenbildung möglich)
  • für Verklebung geeignet (Fugenbildung möglich)
  • Keine Fugenbildung bei CLING® SYSTEM
  • Schwimmende Verlegeart CLING® SYSTEM ermöglicht auch Heimwerker-Anfängern eine einfache und sichere Verlegung von Massivholz.
  • Bei Verkleben leichte Fugenbildung im Winter möglich und wahrscheinlich: kann durch schwimmende Verlegung vermieden werden.
  • Nadelholz neigt zum schiefern.

Mehrschichtdiele oder Furnierböden

Eine Mehrschichtdiele besteht grundsätzlich aus mehreren Schichten, die miteinander verleimt werden. Mehrschichtdielen erhalten Sie als 2-Schicht-Dielen und als 3-Schicht-Dielen.

Vorteile

Nachteile

  • Oberfläche wirkt optisch wie die Massivholzdiele.
  • Aufgrund der Verleimung nicht für Allergiker zu empfehlen
  • unwesentlich günstiger als Massivholz in gleicher Stärke
  • Temperaturbegrenzung des Leims auf Fußbodenheizung
  • empfindlich gegen Feuchtigkeit
  • geringere Nutzschicht

Parkett – ein edler Klassiker

Parkett besteht aus kleinen Holzstücken, die beispielsweise im Fischgrätmuster oder in Flechtoptik auf Träger verlegt werden. Das edle Tafelparkett mit Einlegearbeiten und geometrischem Muster kennt man oft von Schlossbesichtigungen. Parkett liegt seit jeher im Trend und ist aufgrund seiner natürlichen, vornehmen Optik sehr beliebt – sowohl im privaten Wohnbereich als auch in Büroräumen.

Vorteile

Nachteile

  • kann Oft abgeschliffen werden
  • ist mit seiner versiegelten Oberfläche einfach zu pflegen
  • hoher Einbauaufwand und vergleichsweise hohe Kosten
  • Fugenbildung bei Fußbodenheizung
  • Die lackierte Oberfläche ist nicht unbedingt für grobe Hundepfoten geeignet.

Laminat

Laminat erlaubt ebenfalls sehr authentische Interpretation verschiedener, hochwertiger Materialien.

Vorteile

Nachteile

  • Klick-Systeme machen auch Heimwerker-Anfängern die Verlegung einfach
  • Kantenimprägnierung schützt vor Feuchtigkeit
  • Sehr hohe Belastbarkeit durch abriebfeste Deckschicht aus Melaminharz
  • Auch für starke Beanspruchung gut geeignet
  • Ohne Trittschalldämmung kann es laut werden. Eine gute Trittschalldämmung kostet oft mehr als das Produkt selbst.
  • Wenn einmal eine Macke im Boden ist, kann sich Laminat nicht wieder regenerieren, wie es im Gegensatz dazu bei Hartholzdielen der Fall ist. Bei diesen können kleine Macken einfach beim Putzen wieder herausquellen oder gar mit einem feuchten Tuch und Bügeleisen herausgedämpft werden. Im äußersten Notfall können Sie Hartholzdielen im Gegensatz zu Laminat noch abschleifen.

Vinylböden

Vinylböden bestehen aus einem künstlichen Material. Sie sehen aus wie Holzdekore, Fliesen- oder Natursteinböden, und das täuschend echt. In modernem oder klassischem Stil werden sie in Druck- und Prägetechnik hergestellt, sodass die Optiken sehr natürlich wirken. Vinylböden eignen sich für Wohnzimmer, Küchen, Essbereiche oder Flure im privaten Wohnbereich. Sie werden immer häufiger auch in Büros, Läden oder beispielsweise in der Gastronomie verwendet.

Vorteile Nachteile
  • sehr pflegeleicht
  • sehr kratzfest
  • hohe Wärmeleitfähigkeit
  • auch geeignet für Fußbodenheizung
  • Trittschall
  • antistatisch
  • dünn
  • Keine Hitzebeständigkeit bei Kamin und Ofen.
  • Schwere Gegenstände können den Boden beschädigen, da Vinyl im Vergleich zu Parkett sehr weich ist.
  • Da Vinyl sehr dünn ist, muss der Untergrund beim Verlegen sehr eben sein.
  • Click-Vinyl ist nicht vollständig wasserdicht und kann daher nur feucht und nicht nass gewischt werden.
  • Böden, die außerhalb der EU produziert wurden, können gesundheitsgefährdende Weichmacher enthalten.
  • Das Abtragen von vollflächig verklebten Vinylböden nimmt etwas Zeit in Anspruch. Anschließend müssen noch Klebereste vom Untergrund entfernt werden.
  • Kann nur in Verbrennungsanlagen entsorgt werden.