Fazit:
Die Massivholzböden von der Firma Holzbodenwerk Krottenthaler GmbH & Co. KG. können Sie ohne Probleme z.B. für die schwimmende Verlegung (Cling System) für jede Heizungsart wie z.B. Erdöl, Geothermie, Luft/Wasser, Luft/Luft, Pellets usw. verwenden.
Wie unter Punkt 2.3 angegeben, sollte der max. Wärmedurchlasswiderstand den Wert von 0,18m² K/W nicht übersteigen.
Bei unserem schwimmenden Verlegesystem erreichen Sie jedoch nur ein Gesamtwärmedurchlaßwiderstand von max. 0,16m² K/W bei einer Dicke von 20mm incl. 2,5mm Rippenpappe.
Die gesamte Aufbauhöhe liegt also bei 22,5mm.
Bei dünnerer Ausführung natürlich noch besser.

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Parkett ist ein fusswarmer, haptisch schmeichelnder Bodenbelag.
Besonders beim Neubau entscheiden sich immer mehr Bauherren für Parkett auf Bodenheizungen oder -temperierung. Generell spricht nichts gegen Parkett auf Fussbodenheizungen. Hierzu ist jedoch einiges zu beachten.
Allgemeine Hinweise:
Nicht alle Holz-und Parkettarten eignen sich auf Fussbodenheizung. Besonders bei Mehrschichtparkett ist immer die Eignung auf Fußbodenheizung durch den Hersteller bestätigen zu lassen und eine Garantiezeit zu erfragen.

1. Grundlagen
Im Auftrag der Entwicklungsgemeinschaft Holzbau in der Deutschen Gesellschaft für Holzforschung, München, wurden Versuche über die Eignung verschiedener Bodenbeläge aus Holz und Holzwerkstoffen, darunter auch handelsüblicher Parkettfußböden in handwerksüblicher Verlegung zum Nachweis der Eignung in Verbindung mit Fußbodenheizungen durchgeführt.
Wesentliche Beurteilungskriterien waren die Formänderungen und die Holzfeuchte.
Die Versuche liefen in Kombination mit Warmwasser-Fußbodenheizungen jeweils über einen Zeitraum von mehreren Monaten, und zwar mit Vorlauftemperaturen in Stufen von 40° und 55°. Außerdem wurden die seitlichen Abstände der Heizrohre variiert, und zwar mit 150 mm, 300 mm und 450 mm.
Bei der Verlegung auf andere Heizungssysteme ist ggf. zusammen mit dem Hersteller anhand der vorgegebenen technischen Daten zu überprüfen, ob sich die Fußbodenheizung für die Verlegung von Parkettböden eignet.
Die Versuche haben für alle Parkettböden auf Zement-oder Anhydrit-Estrich bzw. Anhydrit-Fließestrich verarbeitet, positive Ergebnisse erbracht. Damit wurden die umfangreichen Erfahrungen aus der Verlegepraxis bestätigt.
Es müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen bei der Planung und Ausführung berücksichtigt werden.
Die folgenden Empfehlungen gelten allgemein Stabparkett (22 mm dick) nach DIN 280 Teil 1.

 

2. Hinweise für die Planung
2.1 Vorlauftemperatur
Die Betriebs-Vorlauftemperatur soll höchstens +50° betragen. Vorlauf-Temperaturen von bis zu + 60° über ebenfalls noch nicht zu Schäden. einen Zeitraum von mehreren Stunden im Störfalle führen ebenfalls noch nicht zu Schäden.
2.2 Abstand der Heizrohre
Zur Gewährleistung einer gleichmäßigen Wärmeabstrahlung soll der Abstand der Heizrohre nicht zu groß gewählt werden. Als Anhaltswert kann aufgrund der Versuche ein Abstand von maximal
30 cm genannt werden, doch gibt es auch Systeme, für die dieser Wert nicht maßgebend ist. Die Heizrohre können entweder unter dem Estrich in entsprechenden Rillen des Dämmstoffes oder im Estrich selbst verlegt sein.
2.3 Wärmedurchlaßwiderstand des Fußbodens
Um eine ausreichende Wärmeabgabe an den zu beheizenden Raum zu erreichen, soll der Wärmedurchlaßwiderstand (1/A) nicht größer sein als 0,18 m² * K/W.
Dieser Wert ist abhängig von der Dicke d und der Wärmeleitzahl A mit der Maßeinheit W/m K und errechnet sich nach der Formel: 1/ A = d/A.
Besteht ein Fußboden aus verschiedenen Werkstoff schichten, so wird der Gesamtwiderstand als Summe der Wärmedurchlaßwiderstände der einzelnen Schichten errechnet.
Die Wärmedurchlaßwiderstände der einzelnen Parkettarten betragen bei: Stabparkett, Eiche,
22 mm dick: 0,105 m² K/W;
Fertigparkett, 10-15 mm dick: 0,07 bis 0,11 m² K/W. Die Wärmedurchlaßwiderstände liegen damit im mittleren bis günstigen Bereich.
Der Wärmedurchlaßwiderstand von für Fußbodenheizungen geeigneten Unterlagen (ca. 2,5 mm dick), die bei der schwimmenden Verlegung von Fertigparkett-Elementen verwendet werden, ist bei der Ermittlung des Gesamtwärme-durchlaßwiderstandes zu berücksichtigen. Der normengerechte Mittelwert der Holzfeuchte des Parketts (Stabparkett und Mosaikparkett 9 ± 2%, Fertigparkett Elemente 8 ± 2 %) darf bei der Verlegung auf keinen Fall überschritten werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang folgender Hinweis:
Die angegebenen Werte von 9% bzw. 8% Holzfeuchte sind die Mittelwerte, die entsprechend der Norm für Parketthölzer allgemein eingehalten werden müssen. Die Toleranzgrenzen von ± 2 % bezeichnen ausschließlich die maximal zulässige Streuung. Bei der Verwendung von Parkett auf Fußbodenheizung sollten möglichst keine Hölzer enthalten sein, die im oberen Streubereich liegen.
Aufgrund der technologischen Eigenschaften des Naturproduktes Holz und der raumklimatischen Verhältnisse während der Heizperiode können Fugen nicht ausgeschlossen werden. Sie sind im allgemeinen gleichmäßig verteilt, bilden keinen Qualitätsmangel und müssen toleriert werden.

3. Hinweise für die Ausführung der Parkettarbeiten
3.1 Vorbereitende Maßnahmen zur Verlegung von Parkett auf beheizten Estrichen
Der Estrich ist vor dem Beginn jeder Parkettverlegearbeit (auch im Sommer) aufzuheizen, ebenso bei Erneuerungen im Altbaubereich, wenn auf alten Estrichen verlegt wird, auf denen bereits andere Belagsarten gelegen haben. Bei frischen Estrichen soll das Aufheizen nicht vor 21 Tagen nach seiner Einbringung beginnen.
Beim Aufheizen ist die Vorlauftemperatur um ca. 5° täglich zu erhöhen bis zum Erreichen der vollen (max.) Heizleistung. Diese maximale Temperatur muß mindestens einen Tag pro cm Heizestrichdicke andauern und ist ohne Nachtabsenkung einzuhalten. Bei Anhydrit-Fließestrichen sind sogar noch längere Dauerheizphasen erforderlich, um die nötige Haushaltsausgleichsfeuchte des Estrichs zu erreichen.
Das Abheizen hat, wie das Aufheizen, in Temperaturstufen von ebenfalls ca. 5 ° zu erfolgen. Während des Auf- und Abheizens ist der Raum zu lüften, wobei Zugerscheinungen möglichst zu vermeiden sind. Das gesamte Auf- und Abheizen muß sich mindestens über 14 Tage hinziehen und ist in einem Maßnahmekatalog gemäß ATV 18365 bauseits festzuhalten.
Für die Verlegung ist eine Oberflächentemperatur des Estrichs von ca. 15° bis 18° notwendig. Nach Abschluß der Verlegearbeit soll diese Temperatur drei Tage lang nicht geändert werden. (Abbinde bzw. Aushärtezeit des Klebstoffes und der Versiegelung).


3.2 Vorbehandlung des Estrichs
Auf dem bauseits normengerecht eingebrachten Estrich ist ein Klebervoranstrich nach Herstellervorschrift aufzubringen.

3.3 Verklebung des Parketts
Für die Verklebung auf Estrichen sind die handelsüblichen, schubfesten Klebstoffe und Voranstriche zu verwenden, die vom Hersteller als "für Fußbodenheizung geeignet" bezeichnet sind.
3.4 Oberflächenbehandlung des Parketts
Es sollten Versiegelungsmittel eingesetzt werden, die nur zu geringer Kantenverklebung der Parkettstäbe führen.
4. Inbetriebnahme der Heizung und Pflege der Parkettböden
Bei der ersten Inbetriebnahme ebenso wie bei Inbetriebnahme zu Beginn jeder Heizperiode ist entsprechend Abschnitt 3 stufenweise aufzuheizen.
Vor jeder Grundreinigung des Parketts (siehe Informationsdienst Holz, Merkblatt über die Versiegelung und Pflege von Parkettböden) muß die Oberflächentemperatur des Parketts abgesenkt werden. Neben diesen speziellen Empfehlungen gelten selbstverständlich die allgemeinen, bekannten technischen und wohnhygienischen Regeln für Fußbodenheizungen. Es sei hier insbesondere darauf hingewiesen, daß die Oberflächentemperatur des Fußbodens höchstens + 25 ° betragen soll. Die Einhaltung dieses Grenzwertes ist bei Parkett ohne Probleme möglich.

Für das Wohlbefinden des Menschen und die Behaglichkeit in Räumen ist die Beachtung eines gesunden Raumklimas erforderlich. Bei einer Raumtemperatur von 18-21° sollte eine relative Luftfeuchte von etwa 50-60% vorhanden sein. Dies ist auch für die Werterhaltung der Fußböden und zur Vermeidung elektrostatischer Auf- und Entladungsvorgänge von Vorteil. Das entsprechende Raumklima kann z.B. durch den Einsatz eines elektrischen Luftbefeuchters auf Verdunstungsbasis erreicht werden. Bei der Abdeckung der Parkettbeläge mit Teppichen oder Einrichtungsgegenständen muß wegen der höheren Oberflächentemperatur mit stärkerer Fugenbildung gerechnet werden

 

 Abb. 1 Querschnitt eines Fussbodenaufbaus EG. 

 

Abb. 2 Querschnitt eines Fussbodenaufbaus

Quelle: Herausgeber: ARBEITSGEMEINSCHAFT HOLZ eV, Füllenbachstraße 6, 40474 Düsseldorf, Telefax (0211) 45 2314
Weitere Informationen und Verlegernachweise geben außer der Arbeitsgemeinschaft Holz eV folgende Stellen: Arbeitskreis Fertigparkett und Informationsgemeinschaft Parkett eV, Füllenbachstraße 6, 40474 Düsseldorf,
Telefon (0211) 434904, Zentral verband Parkett und Fußbodentechnik eV, 53115 Bonn, Telefon (02 28) 6312 01